Informationsseite AmrumCard

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dieser Informations-Internetseite möchten wir Sie über den aktuellen Sachstand zum Thema „Kurabgabeeinzug auf Amrum“ informieren.
Dabei geht es insbesondere darum, das bestehende System möglicher Weise zu verändern und anzupassen.

Es sollen die verschiedenen Beweg- und Hintergründe verdeutlicht werden, die den Handlungsbedarf hoffentlich nachvollziehbar machen.

Eine politische Entscheidung zur weiteren Vorgehensweise ist noch in diesem Jahr 2015 geplant. Dazu sind auch Ihre Meinungen, Vorstellungen, Hinweise und Fragen von zentraler Bedeutung, weswegen wir Ihnen hiermit neben den allgemeinen Informationen gleichzeitig eine Plattform bieten wollen, sich in die weitere Entwicklung aktiv einzubringen.

Ihre AmrumTouristik

Entstehung und Sachstand

Wie und wofür wird die Kurabgabe zur Zeit erhoben?

Sachstand zur Amrumcard

Einleitung

  • Die Insel Amrum als touristische Destination an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste erhebt Kurabgaben von ihren Gästen auf Grundlage der jeweiligen Satzungen über die Erhebung einer Kurabgabe der Inselgemeinden Norddorf, Nebel und Wittdün. Das Einzugsverfahren wird traditionell über ausgegebene Meldescheine durch die insularen Wohnungsgeber vollzogen.
  • Es wird gemeinhin vermutet, dass das aktuelle Verfahren nicht geeignet ist, die öffentlich-rechtlichen Abgaben vollumfänglich einzuziehen. Die Dunkelziffer nicht eingezogener Kurabgaben ist nicht bekannt und kann maximal geschätzt werden.
  • Auf den „ostfriesischen Inseln“ hat man sich die durch die Insellage klar definierten An- und Abreisemöglichkeiten dahingehend zu Nutzen gemacht, ein effektiveres Einzugsverfahren zu realisieren.
  • Seitens des Verwaltungsrates der AmrumTouristik AöR wurde bereits vor geraumer Zeit der Wunsch an den Vorstand herangetragen, die Einführung einer möglichen „AmrumCard“ (Arbeitstitel) nochmals auf Machbarkeit zu prüfen.

Hintergrund

  • 1999 gab es dazu bereits eine Studie nebst umfassenden Ausarbeitungen einer namhaften Unternehmensberatung mit dem Fazit, dass eine tatsächliche Umsetzung nicht wirtschaftlich wäre.
  • Da sich Technik, Internet und Softwarelösungen in der Zwischenzeit weiter entwickelt haben und gleichermaßen andere Kostenstrukturen erwartet werden, sollte das bisherige Konzept nochmals durch eine eingesetzte Arbeitsgruppe auf den Prüfstand gestellt werden.
  • Die Arbeitsgruppe hat seither verschiedene Arbeitssitzungen durchgeführt. Es wurde eine Besichtigungsfahrt auf die Insel Juist unternommen, auf der ein entsprechendes System im Einsatz ist.
  • Daneben wurden aktuelle Informationen von der Insel Norderney eingeholt.
  • Seither hat ein spezialisiertes und international tätiges Unternehmen auf Grundlage eines erarbeiteten Arbeitspapiers ein Handlungskonzept für eine „große Lösung“ auf Anfrage erarbeitet und präsentiert.
  • Dabei wurde eine grundsätzliche Machbarkeit positiv untermauert.
  • Die Lösungsansätze des Arbeitspapiers erschienen allen Beteiligten sehr umfangreich und kostenintensiv. In weiteren Gesprächen mit verschiedenen Partnern wurde eine kleinere Lösung thematisiert und ein 50-seitiges Pflichtenheft erarbeitet.
  • Um eine entsprechend fachlich fundierte Kostenermittlung durchführen zu können, wurde ein Fachberater beauftragt, entsprechende Recherchen anzustellen.
  • Nach weiteren Gesprächen wurde das vorliegende Pflichtenheft überarbeitet und auf eine „kleine, ausbaufähige Lösung“ reduziert, die zunächst auf den zusätzlichen Aufbauten (technische Anlagen, mögliche Zäune etc.) verzichtet.
  • Zum jetzigen Zeitpunkt liegen somit ein „Pflichtenheft“ und entsprechende Kostenschätzungen vor.
  • Parallel wurden und werden die weiteren Entwicklungen auf Landesebene zur Neuausrichtung des Einzugs von Kurabgaben (Einführung einer „Übernachtungskurabgabe“) beobachtet, allerdings liegen hier noch keine verlässlichen Aussagen vor.
  • Außerdem haben sich Vorstand und Arbeitsgruppe zumindest ansatzweise damit beschäftigt, wie im Zuge einer Umstellung des Einzugsverfahrens die vereinnahmten Kurabgaben unter den Gemeinden verteilt werden könnten. Das Berechnungsmodell liegt zwar vor, wurde jedoch noch nicht abschließend abgestimmt.

Ausgangssituation

  • Die Kurabgabe wird gemäß aktuellen Satzungen der Gemeinden vom Vermieter / Wohnungsgeber berechnet, meldescheintechnisch erfasst (oder der Gast füllt den Meldeschein selber aus). Die vereinnahmte Kurabgabe wird dann vom Vermieter an die AT eingezahlt / Überwiesen und von der AT an die jeweilige Gemeinden weitergeleitet.
  • Sie stellt die wichtigste Abgabe und Einnahmequelle für die Gemeinden im Bereich Tourismus dar. Es ist allerdings aus bestimmten Gründen sehr wahrscheinlich, dass nicht alle Gäste, von allen Vermietern lückenlos erfasst werden.
  • Bei einer hypothetischen Annahme von 10 % „Unehrlichkeit“ würde den Gemeinden ein Einnahmeverlust von rund 200 T€ p.a. entstehen, was auch in anderen touristischen Destinationen regelmäßig festzustellen ist.
  • Eine schlüssige Kontrolle ist teils auch aus rechtlichen Gründen zumindest bei der aktuellen Verfahrensweise nur bedingt gegeben.
  • Wie bereits auf einigen anderen Inseln erfolgreich praktiziert (Beispiele: ostfriesische Inseln Juist, Norderney), könnte die Gasterfassung und Überprüfung der entrichteten Abgabe nahezu losgelöst vom Vermieter am „Eingangstor“ zur Insel – dem Fähranleger in Wittdün auf Amrum erledigt werden. Anders als auf dem Festland ist der Fähranleger Ankunfts- und Abfahrtsort eines jeden Gastes.

Das aktuelle System

Das aktuelle System

Rund 70.000 Meldescheine werden z. Zt. für 135.000 Gäste/1.250.000 Übernachtungen jährlich erfasst und abgerechnet.

Das Kurabgabeaufkommen beträgt jährlich 2.106 T€ netto und teilt sich wie folgt auf die Gemeinden auf:

Norddorf    756 T€
Nebel          726 T€
Wittdün      624 T€
__________________________
Gesamt:      2.106 T€
(Basisjahr: 2014)

Folgende Abgaben/Tarife werden dabei gemäß aktueller Satzungen zugrunde gelegt.

Die Kurabgabe beträgt je Aufenthaltstag auf Amrum:

je Erwachsenen
1. November  – 28./29. Februar                1,30 €
1. März – 31. Oktober                                 2,60 €
Die Jahreskurabgabe beträgt pauschal 78,00 €.


Ein verändertes Modell

Wie könnte ein Einzugsverfahren künftig aussehen?

Ein System soll es ermöglichen…

  1. kurabgabepflichtige Personen/abgabebefreite Personen zu ermitteln und zu unterscheiden,
  2. für die kurabgabepflichtigen Personen die Aufenthaltsdauer als Berechnungsgrundlage für die satzungsgemäße Kurabgabe zu ermitteln, zu kontrollieren und abrechnen zu können.
  3. statistische Kennzahlen (Personenanzahlen, Aufenthaltsdauern, usw.) zu generieren.

Fahrkarte_WDR

Ein wesentlicher Baustein des vorgesehenen Systems ist die Tatsache, dass der weitaus größte Anteil aller anreisenden Personen über ein gültiges und bereits an der Abfahrtstelle kontrolliertes „Fährticket“ der W.D.R. verfügt:

Basisvoraussetzungen

  • Jede ankommende Person verfügt in der Regel über ein (Fähr-) Personenticket! (Sonderregelung Ausflugsverkehr).
  • Wesentlichen Daten sind im Hintergrundsystem der WDR erfasst!
  • Beispielhafte Kernaussage auf dem Barcode bzw. im Hintergrundsystem: Erwachsene Person am 19.06.2015 Ankunft Amrum.
  • Online-System-Zugänge ermöglichen eine Freischaltung des Barcodes für das Verlassen der Insel: Entweder direkt am Fähranleger (Selbstbedienungs-Terminal), den insularen Touristinformationen oder auch beim Vermieter selbst.
  • „Freischaltung“ des Barcodes setzt voraus, dass die Kurabgabe für den jeweiligen Aufenthalt entrichtet wurde und hinterlegtes Abreisedatum mit seiner tatsächlichen Abreise übereinstimmt. Prüfung erfolgt durch „Scannen des Barcodes“.
  • Sollte eine „Freischaltung“ ohne Zahlung der Kurabgabe aus jedweden Gründen erfolgt sein, liegt die Haftung für die nicht entrichtete Abgabe bei der jeweiligen Stelle der „Freischaltung“.
  • Mit der Freischaltung des Barcodes im Hintergrundsystem wird der Zugang zu den Fähren für die Rückfahrt auf das Festland freigegeben.

Abwicklung in den Touristinformationen

Die zuständigen Kolleginnen und Kollegen in den relevanten TI´s erhalten einen entsprechenden, personenbezogenen Zugang zum Online-AmrumCard-System. Etwaige Ermäßigungen/Befreiungen der Kurabgaben laufen weiterhin über die AmrumTouristiken der jeweiligen Gemeinden.

Hier wird über Hand-Scan-Geräte (oder andere Leseeinrichtungen) der Barcode des Fährtickets eingelesen. Bei Eingabe eines möglichen Abreisedatums wird die Kurabgabe automatisch berechnet und kann in der Touristinformation auch eingezahlt werden. Die Zahlung nebst Abreisedatum wird im System hinterlegt. Die Karte/der Barcode wird für das Abreisedatum freigeschaltet.

Sollte sich die tatsächliche Abreise verschieben oder anders darstellen, kann an jeder Zahlstelle über einen vergleichbaren Vorgang nachgebucht werden.

Wichtig ist, dass im Rahmen einer Kontrolle bei Abreise auch tatsächlich bis zum korrekten Abreisedatum bezahlt wurde und die entsprechende Freischaltung der Karte / des Barcodes erfolgt ist, ungeachtet dessen, wie viele Teilzahlungen oder Buchungsvorgänge im Hintergrundsystem hinterlegt sind.

Abwicklung an den Selbstbedienungsterminals

Die SB-Terminals sind in das System zu integrieren und dienen dem Gast grundsätzlich dazu, nahezu alle Geschäftsvorgänge zur Zahlung der Kurabgabe selbstständig zu bewältigen.

Das System muss von daher „online“ und von leichter Bedienstruktur (gute Benutzerführung) mit Bezahl- und Abrechnungsfunktion konzipiert werden. Gleichzeitig hat auch hier eine Freischaltung des Tickets/des Barcodes zu erfolgen.

Ermäßigungen oder Befreiungen von der Kurabgabe sind hier nicht möglich.

Abwicklung beim Vermieter

Es finden vergleichbare Arbeitsabläufe wie in der Touristinformation statt: über Hand-Scan-Geräte (oder andere Leseeinrichtungen) wird der Barcode des Fährtickets eingelesen. Bei Eingabe eines möglichen Abreisedatums wird die Kurabgabe automatisch berechnet und kann auch eingezahlt werden. Die Zahlung nebst Abreisedatum wird im System hinterlegt. Die Karte / der Barcode wird für das Abreisedatum freigeschaltet.

Sollte sich die Abreise tatsächlich verschieben oder anders darstellen, kann auch hier über einen vergleichbaren Vorgang nachgebucht werden. Ermäßigungen oder Befreiungen von der Kurabgabe sind hier allerdings nicht möglich.

Neben einigen statistischen Auswertungsmöglichkeiten (u.a. auch zum eigenen Nachweis oder zur Selbstkontrolle) erhält der Vermieter als Zahlstelle und Serviceeinrichtung regelmäßige Abrechnungen der AT´s aus dem Hintergrundsystem.

Einzugsverfahren

Der praktische Ablauf im Standardverfahren

Bildschirmfoto 2015-07-14 um 11.19.571. Der Gast reist an und verfügt über ein Fährticket. Die Information seiner Anreise ist in einem „Hintergrundsystem“ hinterlegt und kann über den „Barcode“ auf dem Fährticket über einen Barcodescanner eingelesen bzw. abgerufen werden.

2. Der Gast wird im besten Fall bereits vor seiner Anreise (Internet, Prospekt, sonst. Informationen), während seiner Anreise (z.B. auf der Fähre) oder seines Aufenthaltes (Vermieter, Touristinformationen, Aushänge o.ä.) informiert, dass er seine Kurabgabe vor Abreise zu entrichten hat und wie er das machen kann!

3.

  • Der Gast sucht vor seiner Abreise eine der vorgesehenen Zahlstellen (Vermieter, Touristinformation, Service-Terminal) auf.
  • Der Barcode wird gescannt.
  • Das Abreisedatum wird eingegeben.
  • Das System ermittelt die Höhe der Kurabgabe.
  • Kurabgabe wird entrichtet.
  • „Ticket“ wird im System freigeschaltet.

Zahlmöglichkeiten

 

Die erforderlichen Vorgänge, Informationen und Daten werden in einem Hintergrundsystem gesammelt.

Wichtig: Es würden somit keine gesonderten Meldescheine für die Erhebung der Kurabgabe erstellt werden.

Scanner4. Bei der Abreise wird über das Ticket der „Barcode“ eingelesen. Dabei wird die erforderliche „Freischaltung“ im Hintergrundsystem abgefragt. Ist die Kurabgabe ordnungsgemäß entrichtet, ist der Vorgang erledigt und der Gast kann passieren.

5. Über das Hintergrundsystem kann der am Verfahren beteiligte Vermieter seine Buchungsfälle abfragen, speichern, auswerten etc. Die AmrumTouristik AöR kann über das Hintergrundsystem bereits entsprechende Vermieterabrechnungen durchführen.

6. Ermäßigungen/Befreiungen/Verlängerung oder Verkürzung des Aufenthaltes:

Ermäßigungen oder Befreiungen würden weiterhin nur von den AmrumTouristiken bearbeitet werden. Änderungen in der Aufenthaltsdauer können indes auch vom Vermieter vorgenommen werden.

Fazit: Der Gast kann entweder bei beteiligten Vermietern, den Touristinformationen, einem Terminal, (über das Internet) seine Kurabgabe entrichten. Es können auch Teilbeträge an unterschiedlichen Stellen gezahlt werden, wichtig ist nur, dass bei Abreise die satzungsgemäße Kurabgabe entrichtet wurde und das Ticket freigeschaltet ist.

Der Vermieter bräuchte die ihm bekannten Meldescheine nicht mehr ausfüllen und könnte seine vereinnahmten Kurabgaben und Geschäftsvorfälle aus dem Hintergrundsystem selbständig abrufen. Große Abrechnungsvorgänge – im Bedarfsfall gäbe es eine Rechnung der AT – entfallen. Die Datenübertragung/der Datenzugriff (bisher: Durchschläge der Kurkarten) würde direkt über das Hintergrundsystem erfolgen.

Wo liegen die Vorteile?

  1. Durch nahezu lückenlose Erfassung zu erwartende Mehreinnahmen.
  2. Vermieter nicht mehr in der unmittelbaren Haftung.
  3. Gleichbehandlungsgrundsatz.
  4. Abgabengerechtigkeit.
  5. Zeitnahe Daten in der AmrumTouristik.
  6. Modernisierung des Systems – für AT und Vermieter.
  7. Zusammenarbeit AT/Vermieter wird unproblematischer.
  8. Verbesserung des Services für den Gast.

Wo liegen die Nachteile/Schwierigkeiten?

  1. Zunahme der Kontrollen am Fähranleger.
  2. Abwicklung von Problemfällen ggfls. unmittelbar vor Abreise.
  3. Statistische Daten nur noch eingeschränkt verfügbar.
  4. Mehrwerte/Einnahmesteigerungen ungewiss.
  5. Verlagerung der Arbeit vom Vermieter in die AT ?
  6. Verschlechterung des Services für den Gast ?
  7. Imageverlust der Insel ?
  8. Landesausrichtung i.S. Kurabgaben ungewiss.
  9. Klärung von Sonderfällen:
    – Sonderbehandlung beim Tagesgast.
    – Amrumer müssen sich ebenso akkreditieren können.
    – Ticket/Barcode bei Ausflugsfahrten (z.B. Adler Reederei)
    – Kartenverlust, Weigerung zur Zahlung usw.

Fazit

Das dargestellte vorgesehene Hintergrundsystem identifiziert die Codes, sammelt die Daten, teilt den „Servicepoints“ nebst Vermietern über einen geschützten Online-Zugang das Ankunftsdatum (ggf. weitere Informationen) mit und berechnet anhand des „eingegebenen Freischaltungsdatums“ die Kurabgabe. Mit den Touristinformationen erfolgt ein kompletter Datenaustausch, damit die Zahlungseingänge mit den Freischaltungen systematisch abgeglichen werden können. Die Service-Terminals werden persönlich/manuell zu betreuen sein (Geldentleerung).


Häufig gestellte Fragen

Nachstehend sind die wesentlichen Fragen aus den Informationsveranstaltungen zusammengefasst. Wir hoffen, dass die Antworten nachvollziehbar und verständlich sind.

Wie und durch wen werden die Fährtickets/Kurkarten kontrolliert?

Aktuell werden die Fährtickets bekanntlich durch Mitarbeiter der W.D.R. bei Abreise kontrolliert. Die Kontrolle von „Kurkarten / Kurabgaben“ gehört nicht zu den Kernkompetenzen der W.D.R., hier sind die Gemeinden – bzw. ist die AmrumTouristik als entsprechender Dienstleister – zunächst in der Pflicht.
Soweit ein angedachtes System umgesetzt werden würde, wird man das Gespräch dahingehend zur W.D.R. suchen, um etwaige Möglichkeiten einer diesbezüglichen Zusammenarbeit zu eruieren.

Was passiert mit Kunden bzw. Gästen, die sich weigern, eine Kurabgabe zu entrichten und sich einer Kontrolle entziehen wollen ?

Ein solcher Fall wäre für alle Beteiligten ein Szenario, welches erhebliches Fingerspitzengefühl erfordert und höchst unliebsam ist. Hier werden zunächst grundsätzlich die rechtlichen Möglichkeiten und sich daraus ableitenden Handlungsalternativen zu prüfen sein, die sodann nach einem festgelegten, vorgegebenen Verfahrensablauf abzuarbeiten sein würden.
Ein Patentrezept besteht zur Zeit noch nicht, da es sich um eine Ausnahmesituation handeln sollte, die einer gesonderten und rechtlich haltbaren Prüfung unterworfen werden muss.

Müssen Verwandte und Freunde bezahlen ?

Verwandte
Im § 3 der jeweiligen Ortssatzungen über die Erhebung von Kurabgaben sind jeweilige (zumindest sinn-, jedoch nicht wortgleiche) Regelungen zum Thema Befreiungen von der Kurabgabe für Verwandte getroffen. Die genauen Wortlaute finden Sie in der jeweiligen Ortssatzung.
Danach sind Kinder, Kindeskinder, Geschwister, deren Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, Eltern, Großeltern, Schwiegereltern, Schwiegertöchter, Schwiegersöhne, Schwäger und Schwägerinnen von Personen, die in der Gemeinde ihren ständigen Aufenthalt haben, wenn sie in die häusliche Gemeinschaft aufgenommen sind und der Aufenthalt nicht mehr als 3 Tage beträgt von der Kurabgabe befreit.
Kurabgabepflichtig werden übrigens auch vorgenannte Verwandte, wenn die entsprechenden Kureinrichtungen in Anspruch genommen werden.

Freunde
Freunde und Bekannte sind ebenfalls grundsätzlich kurabgabepflichtig, da unterstellt wird, dass eine Möglichkeit zur Nutzung der Kureinrichtungen gegeben ist. Die Kurabgabepflicht richtet sich selbstverständlich nicht danach, ob ein Gast / Besucher unentgeltlich auf Amrum übernachtet und dieses gegebenenfalls bei Freunden oder Bekannten tut.

§ 8 Pflichten und Haftung der Wohnungsgeber
(1) Jeder Wohnungsgeber, dessen Bevollmächtigter oder Beauftragte ist verpflichtet, die von ihm aufgenommenen Personen unverzüglich bei der Kurverwaltung anzumelden. Dabei ist der Vordruck der Kurkarte zu verwenden. Die Meldepflicht gilt auch für Personen, die sich vorübergehend in eigener Wohngelegenheit, wie Wohnhäuser, Appartements, Sommerhäuser, Wochenendhäuser und dgl. aufhalten, für ihre Person und für die Personen, denen sie Unterkunft in ihren Wohngelegenheiten gewähren. Die Eigentümer und Besitzer von Wohneinheiten sind verpflichtet, die Kurabgabe ihrer Familienmitglieder einzuziehen und abzuführen. Die Eigentümer und Besitzer von Wohneinheiten haften für die rechtzeitige und vollständige Einziehung und Abführung der Kurabgabe.

Welche Regelungen treten für Segler und Wattwanderer in Kraft?

Tatsächlich wird es schwierig werden, anreisende Gäste, die über das Watt kommen, geeignet zu kontrollieren. Eine Anreise in dieser Form wäre allerdings auch nicht gewöhnlich.
Im Hafen / Yachtclub gibt es bereits eine mit dem Amrumer Yacht Club, der AmrumTouristik und dem Amt-Föhr-Amrum geschlossene Vereinbarung. Es würde zur Zeit kein Handlungsbedarf gesehen werden, hier großartige Änderungen vorzunehmen, es sei denn, es ergibt sich zur Zeit nicht absehbarer Handlungsbedarf, der sicherlich einvernehmlich geklärt werden könnte.

Ist es weiterhin möglich Einzelfahrkarten („One way“) zu lösen?

Für die WDR würde zunächst kein Grundbestehen, das bestehende „Ticketing“ und Fahrkartensystem zu ändern. Allerdings wären die Verkaufsstellen auf Amrum gefordert, solche Vorgänge zu hinterfragen, da bei Abreise sodann bekanntlich eine Kontrolle stattfinden würde.
Nach jetzigem Sachstand müssten schon triftige Gründe vorliegen, die zur Zeit nicht gesehen werden, einer üblicher Weise kurabgabepflichtigen Person eine Einzelfahrkarte zu verkaufen.

Auf „gedruckte“ Karten verzichten? (Handy/Tablet Nutzung)

Inwieweit Fahrkarten beispielsweise auf Handies oder anderen Mobilgeräten dargestellt werden können, liegt in der Geschäftspolitik der WDR. Ein (Kurabgabe-)Hintergrundsystem wäre der jeweiligen Entwicklung entsprechend anzupassen, soweit nicht auch hier ein Barcode – ergo ohnehin kompatibel zum System – verwendet werden würde.

Zahlen Tagesgäste Kurabgabe?

Zur Zeit wird ein jährlicher Betrag an die Kommunen zum Ausgleich einer möglichen Tageskurabgabe bezahlt.
Insoweit würde bei Beibehaltung einer vergleichbaren Regelung kein Handlungsbedarf gesehen werden.
Übrigens: Das System soll nach jetzigen Vorstellungen so programmiert sein, dass in diesem Fall eine Abreise, die am gleichen Tag der Anreise erfolgt (klassischer Tagesbesuch also) eine automatische Freischaltung erfährt.

Werden sich die Kosten im Laufe der Jahre dezimieren?

Ja, das ist grundsätzlich zu erwarten. So werden sich nach aktuellen Prognosen die laufenden Systemkosten reduzieren, bis ein jahresüblicher Satz erreicht ist.
Die Kontrollen bei Systemeinführung werden nach ungeprüfter Einschätzung zu nächst personalintensiver sein, als bei einem eingeführten und etablierten System.
Soft- und Hardwarekosten werden nach handelsüblichen Kriterien abgeschrieben.

Werden die Kosten und Einnahmen durch die drei Gemeinden geteilt?

Die Kosten für das Gesamtsystem würden nach jetzigen Planungen über geeignete Leistungsverträge mit der AmrumTouristik zu gleichen Teilen übernommen.
Die Einnahmen aus Kurabgaben, die von Gemeinde zu Gemeinde etwas variieren, würden zunächst auf Grundlage entsprechender Berechnungen und Auswertungen der letzten Jahre prozentual auf die Gemeinden verteilt werden. Zur Absicherung der Richtigkeit soll die Eingabe einer „Ortskennziffer“ vorgesehen werden, die eine direkte Zuordnung der Gemeinden ermöglichen soll.

Wird es Einzelterminals zur Erledigung des Kurabgabeeinzugs geben?

Ja, eine Abwicklung außerhalb der Öffnungszeiten der AmrumTouristik soll auf jeden Fall am Fähranleger vorgesehen werden. Weitere Standorte könnten bedarfsweise nachgerüstet werden. Es wird allerdings weiterhin davon ausgegangen, dass eine Zahlung im Laufe des Aufenthaltes erfolgt und in der Regel nicht erst am Abfahrtstag.

Ist eine „Zahlungsfunktion der Kurabgabe“ über das Internet vorgesehen ?

Eine zeitgemäße Möglichkeit über das Internet, die der Gast bestenfalls bereits vor seiner Reise adäquat nutzen kann, wird als sehr wichtig erachtet. Allerdings gibt es in diesem Zusammenhang (hier: Verbindung zum Barcode des Fährtickets) noch einige organisatorische Fragen im Vorfeld zu klären.

Dauert die Beladung/Kontrolle länger, so dass es zu Komplikationen mit den Fährabfahrzeiten führt?

Grundsätzlich sollte alles daran gesetzt werden, dass die planmäßigen Abfahrtszeiten des Fährverkehrs nicht durch die Kontrollen gestört werden. Wahrscheinlich wird es gerade in der Anfangszeit einer möglichen Systemeinführung notwendig sein, mehr Personal für einen möglichst störungsfreien Ablauf einzusetzen.

Gefährdung des Marketing-Slogans „kleine Insel – große Freiheit“?

Das wird schon ein Punkt sein, der kritisch parallel beobachtet und verfolgt werden muss. Aus solchen Überleggründen wurde auch zunächst darauf verzichtet, zusätzliche Drehkreuze, Schrankenanlagen einzuplanen. Die Entwicklung ist dahingehend schwer vorhersehbar. Bei Kontrollvorgängen, die vergleichbar mit jetzigen Überprüfungen ablaufen, wird ein möglicher Imageverlust zur Zeit nicht gesehen.

Welche Vorteile haben die Vermieter?

Das derzeit eingesetzte System der AmrumTouristik ist nicht mehr ganz zeitgemäß. Grundsätzlich wird somit Handlungsbedarf einer Systemanpassung gesehen. Dabei muss es schon Antrieb sein, Arbeitserleichterungen in allen Bereichen zu schaffen.
Bei diesem System sollte es bei optimalem und geregelten Ablauf so sein, dass der Vermieter einen Barcode einliest (scannt) und ein Abreisedatum nebst einer Ortskennzahl (wahrscheinlich 1-stellig) eingibt.
Das System sollte dann den fälligen Kurabgabebetrag errechnen, mit der Zahl sollte dann eine „Freischaltung“ erfolgen. Da die AmrumTouristik ebenfalls einen System-Zugriff hätte, würde es nach jetzigen Vorstellungen keiner gesonderten Datenübermittlung bedürfen.
Anders als jetzt stünden eigene Abrechnungsdaten jederzeit im System zur Verfügung. Da die Berechnung der Kurabgabe systematisch erfolgt, können Fehlerquellen nahezu ausgeschlossen werden. Die regelmäßigen Abstimmungsprozesse zwischen Vermieter und AmrumTouristik könnten erheblich verschlankt werden.
Da die Abwicklung in beide Richtungen sehr transparent gestaltet werden könnte, wird davon ausgegangen, dass die Bereitschaft der Vermieter steigen würde, fällige Beträge auch im Bankabrufverfahren einziehen zu lassen.

Haftung:
Zur Zeit ist der Vermieter bekanntlich satzungsgemäß in der „Haftung“, wenn sein Gast die erforderliche Kurabgabe nicht entrichtet. Das würde bei diesem System entfallen.
(Das heißt nicht, dass vom Vermieter eingezogene Beträge nicht auch von ihm an die AmrumTouristik / Gemeinde abgeführt werden müssen).

Wie verhält es sich mit dem „Meldegesetz“ / „Melderecht“ ?

Das Verfahren zum Einzug der Kurabgabe ersetzt nicht das bestehende Melderecht. Die bisherige Kurkarte beinhaltet allerdings alle melderechtlich erforderlichen Angaben, was vielen Vermietern gemeinhin gar nicht bekannt ist.
Das Bundesmeldegesetz befindet sich zur Zeit in den politischen Beratungen, da selbiges zeitgemäßer angepasst werden soll. Nähere Informationen erhalten Sie dazu hier.

Ist dieses Vorhaben überhaupt denkbar ohne die Nachbarinsel Föhr?

Da die politischen Gemeinden die jeweilige Satzungshoheit zum Einzug öffentlicher Abgaben innehaben, gibt es weder formalrechtliche noch sonstige Bedenken, ein solches System nur auf Amrum einzuführen.
Allerdings würde ein gleichgelagertes, gemeinsames System grundsätzlich wünschenswert sein, zumal Entwicklungskosten etc. geteilt werden könnten und der Gast auf beiden Insel eine vergleichbare Abwicklung erfahren würde.
Wir tauschen uns dahingehend sehr kollegial mit den Föhrer Kollegen aus. Politische Entscheidungen oder Entwicklungen können und werden von hier aus selbstverständlich nicht beurteilt.

Sollte man die bei der Kurabgabe mehr die „private Wirtschaft“ / Unternehmer für Rabatte / Zusatzangebote etc. mit einbeziehen?

Es gibt viele gute Beispiele in anderen Regionen, in denen besondere „Vergünstigungen“ und teilweise auch ganze Mehrwerthefte in Verbindung mit Kurkarten. Für den Gast stellt das sicherlich auch den gewünschten Zusatznutzen dar, was vom jeweiligen Angebot abhängig ist. Im Zusammenhang mit Veranstaltungen, dem Badeland, Leuchtturm etc. gibt es auch auf Amrum direkte z.B. Preisvorteile.
Erfahrungsgemäß haben solche fördernden Maßnahmen trotz der Mehrwerte jedoch abschließend nur bedingt die „Kurabgabeehrlichkeit“ gefördert bzw. erhöht.

Wer trifft die Entscheidung über eine mögliche Reform des Kurabgabeeinzugsverfahrens?

Die AmrumTouristik ist in Sachen „Kurabgaben“ Dienstleister für die drei Inselgemeinden. Politisches Entscheidungsgremium für die AmrumTouristik ist übrigens der Verwaltungsrat, der mit 9 Mitgliedern besetzt ist – 3 Mitglieder jeweils aus jeder Gemeinde, in der Regel sind das Bürgermeister, Vorsitzende(r) Tourismusausschuss und ein weiteres Mitglied.
Da es sich um eine gesamtinsulare Angelegenheit handelt, hat der Vorstand der AmrumTouristik einen Auftrag aus diesem Gremium erhalten (siehe auch allgemeine Ausführungen zur „AmrumCard“ auf dieser Internetseite), mögliche Systemveränderungen zu prüfen.
Wie bereits erläutert, würde es einer entsprechenden Satzungsänderung über den Einzug von Kurabgaben bedürfen, die von den Gemeindevertretungen jeder Gemeinde zu beschließen sein würden. Entsprechende Beratungen in den jeweiligen Fachausschüssen der Gemeinden (Finanzausschuss, Tourismusausschuss) gehören regelmäßig dazu. Die Sitzungen sind zumindest bei diesen Entscheidungen bekanntlich öffentlich.
In diesem Zusammenhang war es dem Verwaltungsrat wichtig, die Öffentlichkeit bereits vor möglichen Entscheidungen einzubinden, weswegen auch die Informationsveranstaltungen durchgeführt wurden. Auch über diese Internetseite soll sich nach Möglichkeit ein Meinungsbild au der Öffentlichkeit abbilden, das in die weiteren Beratungen und Besprechungen zu diesem Thema einfließen soll.

Werden die Kosten für die „Vermieter-Scanner“ übernommen?

Es wird ein großes Interesse sein, die Vermieter in das System einzubinden. Zum jetzigen Zeitpunkt wird davon ausgegangen, dass die Lesegeräte auch kostenmäßig von den Gemeinden / der AmrumTouristik übernommen werden. Gleiches gilt selbstverständlich auch für entsprechende Systemeinweisungen.

Wird durch das Verfahren Personal in der AmrumTouristik abgebaut?

Durch die erforderlichen Kontrollen am Fähranleger wurden zusätzliche Personalkosten in der wirtschaftlichen Kalkulation hochgerechnet und berücksichtigt. Dabei ist es zur Prüfung einer möglichen Wirtschaftlichkeit zunächst unerheblich, ob etwaige Kosten bei der AmrumTouristik, der WDR o.ä. anfallen würden – auf jeden Fall sind dort Leistungen zu erbringen.
Die Aufgaben innerhalb der bestehenden Kurabgabeabteilung in Nebel würden sich verlagern. Bisherige Eingabe- und Erfassungsarbeiten würden durch ein neues System erheblich reduziert werden, dafür werden andere Arbeiten im System (Abrechnungen etc.) erforderlich werden.

Es bleibt überdies zu hoffen, dass alle Vermieter am System beteiligt werden können, da anderenfalls der diesbezügliche Kundenverkehr in den AmrumTouristiken erheblich höher werden könnte, worunter originäre Aufgaben (Information, Beratung etc.) im schlechtesten Fall leiden könnten. Das sollt möglichst vermieden werden.

Was passiert bei Fahrkarten- und somit „Kurkartenverlust“?

Das sind Sonderfälle, die prinzipiell ja auch aktuell ohne neues System zu regeln sein müssen. Selbstverständlich muss es möglich sein, ein Ersatzticket auszustellen. Der Ankunftstag des jeweiligen Gastes ließe sich gewiss über andere Hinweise / Unterlagen (z.B. Mietvertrag o.ä.) nachvollziehen.

Datenschutzrechtliche Belange / statistische Daten: Ist es richtig, dass es keine personifizierten Karten (Tickets) mehr sind?

Soweit wir nur das Kurabgabeeinzugsverfahren losgelöst von etwaigen parallelen Meldegesetzen (hier: Bundesmeldegesetz) ist es tatsächlich so, dass keinerlei personenbezogene Daten mehr nachvollziehbar wären. Absolute Anonymität.
Der Nachteil ist insoweit auch, dass bestimmte mit dem Datenschutz im Einklang stehende aktuelle Erhebungen (z.B. Herkunftsland des Gastes) nicht mehr zur Verfügung stünden, was für eine professionelle „Vermarktung und Bewerbung“ der Insel Amrum in der heutigen Zeit unerlässlich ist.
Insoweit wird parallel bereits geprüft, in welcher Form Daten ggfls. auch aus externen Quellen zur Verfügung stehen könnten.

Könnte man künftig die Kurabgabe an verschiedenen Stellen bezahlen?

Ja, wie bereits beschrieben, könnte der Gast sogar Teilbeträge während seines Aufenthaltes an unterschiedlichen Stellen bezahlen (z.B. einen Teil bei der AmrumTouristik, einen Teil beim Vermieter, Restbetrag am Terminal / Automaten).

Hieße das auch, dass ggfls. nach diesem System keine konkrete Aussage mehr getroffen werden könnte, welcher Gast sich bei welchem Vermieter wie lange aufgehalten hat?

Ja. Allerdings wird bekanntlich erhofft, dass die gesamte Abwicklung mit dem Gast über den Vermieter erfolgt. Dennoch würden keine explizieten Rückschlüsse mehr möglich sein.

Wie werden die Online-Tickets (WDR) oder DB-Tickets erfasst, die nicht über einen Barcode verfügen?

So lange bestimmte Tickets nicht einzulesen sind, muss bei der Erfassung tatsächlich neben dem Abfahrtsdatum das Ankunftsdatum ins System – in diesem Fall manuell – eingegeben werden. Eine andere Möglichkeit wird zur Zeit nicht gesehen.


Kommentare & Kontakt

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12 Kommentare

  1. Moin,
    die Bemühungen um ein neues Kurabgabensystem sind löblich und nachvollziehbar und lange überfällig.
    In weiten Teilen sieht das Konzept auch schlüssig, wenngleich noch viel zu kompliziert aus.
    Aber dafür sind ja Fachleute damit betraut.
    Aus Vermieter-Sicht war und ist die derzeitige Kurabgabenabwicklung unzumutbar.
    Mit großer Verwunderung sehen wir, das bei einem neuen System die Vermieter erneut und wieder am „Eintreiben“ der Kurabgabe beteiligt werden sollen. Dies bedeutet wieder zusätzliche Arbeit, sicher einige Probleme mit der Technik etc. Die Vermieter zahlen an diversen Stellen bereits ihre Beiträge und Abgaben. Ein Mitwirken am Kassieren oder Verwalten der Kurabgabe kann es seitens der Vermieter daher bei einem neuen System sicher nicht mehr geben. Dazu sollten Sie vielleicht einmal die Vermieter mit einbeziehen und eine einfache Befragung durchführen. Es ist kein Problem, dass die Kurabgabe online komplett selbstständig durch den Gast und in Kombi mit einem Fährticket / Insel-Ein- und Auslass abgewickelt wird. Oder am besten gleich per Mobiltelefon und App. Wenn Vermieter an dieser Aufgabenstellung beteiligt werden sollten, müssten sie wohl dafür wie anderswo auch entlohnt werden. Wie es ja sicher mit der W.D.R. / Adler-Schiffe auch passieren wird.

    Die Informationsseite im Netz ist eine wirklich gute Sache. Sie sorgt für die nötige Transparenz. Wenn Ihr jetzt noch Gäste und Vermieter ernst nehmt mit ihren Wünschen und Meinungen kann es ja was werden mit der Amrum-Card. Wir als Vermieter von Ferienwohnungen auf der dieser schönen Insel werden wir nach Einführung einer neuen Amrum-Card aber sicher nicht wieder für deren Kontrolle etc. zur Verfügung stehen. Dafür haben wir Euch, die Amrum-Touristik und alle technischen Möglichkeiten des Jahres 2015+.
    Grüße und Ahoi. Familie Friesendorff

    Antworten
  2. Endlich bewegt sich etwas. Ich habe immer dafür plädiert, kassiert die Kurabgabe in Verbindung mit den Fährtickets. Der angebliche finanzielle Mehraufwand für Kontrollen bei der Abreise erscheint mir eine Ausrede zu sein, denn jeder muss seinen gültigen Fahrschein auch jetzt bereits entwerten lassen.
    Die Kurabgaben insgesamt werden in der Summe gewaltig steigen, weil endlich auch wirklich alle zur Kasse gebeten werden. Setzt diese richtige Maßnahme schnellstens um, denn sie ist längst überfällig.

    Mit sonnigen Harrisleegrüssen

    Werner Henke

    Antworten
  3. Herzlichen Dank auch für die gute Aufbereitung und transparente Präsentation des Themas.

    Ihre Darstellung des derzeitigen Diskussions- und Planungsstandes sind sehr gut verständlich, thematisch gut erfasst und bis in viele Details gut an- und neugedacht.

    Ich finde den von Ihnen dargestellten Lösungsansatz sehr gut, und wahrscheinlich auch deutlich passender als eine komplexe, separate Kartenlösung.

    Das Amrum Appartement Centrum als Vermittler von Ferienunterkünften unterstützt Sie jederzeit gerne bei der Umsetzung eine zeitgemäßen Erfassung und Abrechnung der Kurtaxe.

    Holger Witt – Amrum Appartement Centrum

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  4. Moin,
    ich kann mich den Kommentaren vor mir nur anschließen. Endlich kommt etwas in Gang, die unsäglichen Meldekarten durch moderne Verfahren abzulösen. Die Haftung durch den Vermieter halte ich für unerträglich, zumal wenn man nicht selbst auf der Insel ist. Wie die Abrechnung für Jahreskartennutzer sein soll ist mir noch nicht ganz klar.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Zeiser

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    • Sehr geehrter Herr Dr. Zeiser,
      vielen Dank für Ihren Kommentar.
      Zur Zeit arbeiten wir an einer Auflistung der häufig gestellten und aktuell vorliegenden Fragen aus den Informationsveranstaltungen.
      Für Jahreskurkarteninhaber stellen wir uns die Ergänzung der bestehenden Karte um einen „Barcode“ vor, der sodann für das entsprechende Jahr freigeschaltet sein würde.
      Ihre AmrumTouristik

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  5. Ich würde das Vorgehen begrüßen, es vereinfacht das Gästemanagement bei uns und die Gäste selbst fanden das Kurkarten hin und her auch immer umständlich. Es ist in jedem Fall eine moderne Art der Verrechnung. Achtung bei PKWs … manchmal wurde am Anleger auch geschlampt: sprich die wirkliche Zahl an Personen etc.
    ….da kommt ein Auto an, zwei sitzen drin die anderen sind vorher ausgestiegen und gehen zu Fuß in das Restaurant und steigen nach abknipsen wieder ins Auto oder gehen tatsächlich unkontrolliert aufs Schiff…also mehr Kontrolle ist schon nötig !! RG

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  6. Nun soll nun diese Unsitte der Kurabgabe, obwohl man auf der Insel keine Kur absolviert ,
    nun perfektioniert werden. Ich kenne Amrum nun seit Jahrzehnten und es ist mir nicht aufgefallen, dass
    sich die Maßnahmen für die Gäste wesentlich verbessert haben. Das, was die fast 8000 Gäste auf der
    Insel pro Saison auf der Insel konsumieren trägt mit Sicherheit zur Verbesserung der Finanzen der Insel bei.
    Bitte schauen Sie doch mal über die Grenzen, wo es auch schöne Strände gibt und sicher auch was
    für die Touristen getan wird – damit sie kommen. Alles ohne Kurtaxe.
    Mit freundlichem Gruß
    Walter Burmeister

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  7. Moin, moin, vorweg: es war längst überfällig dass das Amt bei der Kurkartenabgabe reagiert. Ich habe mich nur gewundert, warum das nicht schon längst passiert ist. Was mich allerdings sehr eigenartig berührt hat, dass ich nur durch einen Zufall von Ihrer Aktion erfahren habe (nicht jeder auswärtige Vermieter hat die Amrum News abonniert). Ich selbst vermiete seit vielen Jahren sechs Ferienwohnungen in der Alten Post, und habe vom Amt immer sofort Post bekommen, wenn neue Abgaben anstanden (Bettensteuer, Tourismusabgabe). Warum wurde ich hier nicht verständigt? Bei einer solchen Aktion sollten m.E. die Vermieter von vorneherein mit ins Boot genommen werden, was hier offensichtlich nicht geschehen ist, (oder nur bei den Vermietern, die auf der Insel wohnen),was ich absolut nicht in Ordnung finde, denn wir alle tragen mit unseren Bemühungen für eine gute Vermietung mit zum Wohlstand der Insel bei, und sichern dadurch die Arbeitsplätze. In unserer heutigen technisch hochgerüsteten Zeit dürfte es doch kein Problem darstellen, mit e-mail alle Vermieter von einem solchen Vorhaben in Kenntnis zu setzen, und dann auch über die weiteren Fortschritte zu berichten, und gegebenenfalls neue Ideen einfließen zu lassen. Ich habe mich heute zum ersten mal zu diesem Thema geäußert!! Mit freundlichen Grüßen Erika Scherer

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    • Sehr geehrte Frau Scherer,
      vielen Dank für Ihre Eingabe. Offensichtlich sind Sie in unserem E-Mail-Verteiler für spezielle Rundmails nicht registriert. Dabei handelt es sich um regelmäßige Informationen von der AmrumTouristik zu verschiedenen Themen. Ich werde Sie dahingehend noch gesondert kontaktieren.
      Amtliche Mitteilungen kann es in dieser Angelegenheit aktuell nicht geben, da sich die gesamte Thematik noch im Entscheidungsprozess befindet. Drei Informationsveranstaltungen, Newsletter, Berichterstattungen in den Amrum-News bzw. „Inselboten“ und schlussendlich auch diese Internetseite sollen gerade Möglichkeiten der Information und Einbringung bieten.
      Herzliche Grüße
      Frank Timpe

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  8. Moin.
    Sollte es auf Amrum bei der Abreise auch zu Szenen kommen,die stark an „Grenzabfertigung“ erinnern wie ich sie zum Beispiel von Norderney kenne werde ich auch meiner Lieblingsinsel Amrum den Rücken kehren.
    Sowas hat mit Urlaub auf der Insel der Freiheit überhaupt nichts zu tun.
    In der Hoffnung das es dazu nicht kommt.
    Viele Grüße
    Wolfgang Klich

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  9. Moin moin dann auch mal von meiner Seite,

    ich verfolge die Diskussion und Berichte schon eine ganze Zeit recht aufmerksam. Und wenn ich mich recht entsinne ist ein Punkt zur Modifizierung des Systems, dass einige Gastgeber offensichtlich nicht ganz an den tatsächlichen Gegebenheiten orientiert abrechnen. Dies ist für mich er eigentliche Knackpunkt. Natürlich haben wir viele Tagesgäste auf der Insel, das Problem ist hier „nur“ die Kontrolle. Wo wird der Besitz der Gastkarte kontrolliert. Im Badeland, ja. In den Bussen? Am Strand? Es gibt Regionen an der Küste da wird aktiv kontrolliert.
    Und einen Mehraufwand für mich als Vermieter, sehe ich nicht wirklich. Die Gastabgabe ist eingepreist, der Gast freut sich über Preistransparenz. Und, ja Herr Timpe ich weiß wie die Gastabgaben einzureichen sind, aber ich sammle 3-5 Belege und schicke diese gesammelt zur Abrechnung. Meine Art der eigenen Arbeitserleichterung und vielleicht auch der Verwaltung. Ich habe bei den bisherigen Vorschlägen doch deutlich Bauschmerzen und kann da die „Angst“ des Herrn Klich durchaus nachvollziehen.

    Herzliche Grüße und ein schönes und besinnliches Weihnachten
    Arne Zander

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  10. Danke für die wirklich informative und gut gemachte Darstellung. Ich gehöre zur Gruppe Gast, wir kommen schon seit über 20 Jahren auf die Insel und haben es bislang als sehr angenehm empfunden, daß man auf Amrum von der unsäglichen Kurtaxe als Gast insofern nichts mitbekommt, als der Vermieter dieses Abgabe in seinem Übernachtungspreis eingepreist hat. Damit war die Angelegenheit für uns „erledigt“.

    Unabhängig davon ist das Thema Kurtaxe aus Gastsicht ein mehr als unerfreuliches Thema. Wir kommen als Gäste und bezahlen – das Hotel, das Essen, Kaffe&Kuchen, Mietgebühren, Eintrittsgelder, etc. Insgesamt wirklich nicht wenig. Davon lebt die Insel, davon leben die Isulaner. (Zitat Georg Quedens „Früher waren wir Strandräuber, heute haben wir Kurgäste…“)

    Da sollte doch eigentlich mehr als genug für alle übrig bleiben. Aber nein, da muß man dann noch zusätzlich Kurtxe erheben. Wofür eigentlich?
    – damit sie ihren Strand sauber halten? Das ist Ihr USP, daran sollten sie ein (auch finanzielles) Eigeninteresse haben.
    – damit Sie (mehr) Werbung machen können? Das muß jeder andere Gewerbetreibende auch und hat es eingepreist. Sie könnten die Hoteliers, Vermieter, Restaurants, etc. dann ja problemlos analog über die Gewerbesteuer beteiligen; die werden das dann schon ihrerseits einpreisen.
    – damit sie Gästeattraktionen wie Bäderland, Bus, Museum, Leuchtturm, etc. anbieten können. Erstens müssen andere Gemeiden derartige Einrichtungen auch vorhalten und unterstützen das mittels Steuersäckel, und zweitens sind das wiederum Einrichtungen, die die Gesamtattraktivität der Insel steigern und damit dazu beitragen, daß mehr Gäste kommen. Derartige Einrichtungen liegen also auch im ureigensten (finanziellen) Interesse der Insel und der Insulaner.

    Statt also immer nur über die Verbreiterung der Kurtaxenerhebung nachzudenken, könnten Sie ja einmal über deren Abschaffung und deren Substitution durch Einnahmen an anderer Stelle nachdenken. Das wäre dann mal ein neuer und ganz anderer USP für die Insel Amrum: Amrum schafft die Kurtaxe ab!

    Und ein letztes Wort zu der Verlagerung der Bezahlung z.B. an die Fährterminals. Ich will nicht in die Rolle „…die guten alten Zeiten“ fallen, aber früher ging man mit seiner Fahrkarte direkt aufs Schiff, der WDR-Kontrolleur hat sie abgeknipst und gut war es. Mittlerweile muß man zunächst durch eine Vereinzelungsanlage (vulgo: Drehkreuz) zur Kontrolle der Tickets und dann den deutlich längeren Weg über die „Windungen“ der Seitenbrücke an Bord der Fähre nehmen. Wenn jetzt noch ein extra Bezahlvorgang durch Einscannen des WDR-Tickets und Bezahlens dazu käme, wäre das Gastsicht eine merkliche Verschlechterung des Komforts.

    Was auch immer Sie sich überlegen und abschließend entscheiden, ich plädiere dafür, daß wenn Sie denn partout bei der Verbreiterung der Kurtaxeneinnahme bleiben wollen, diese so unauffällig und so komfortabel wie nur irgendmöglich gestalten. Daß die Vermieter froh wären, wenn sie das Thema los sind, obwohl sie dann eben zukünftig Meldezettel ausfüllen lassen dürfen, vermag ich ja ein Stück weit zu verstehen. Für mich wäre aber die ideale Lösung, es bleibt wie es ist (der Vermieter erledigt das elegant im Hintergrund). Oder es wird vom W.D.R. endlich auch eine zeitgemäßge Online-Kaufvariante der Tickets via Intrenet ermöglicht, bei der die Kurtaxe gleich mitbezahlt wird.

    Viel Erfolg bei Ihren Überlegungen
    & Herzliche Grüße auf unsere Lieblingsinsel
    Ulrich-Michael Pulkowski

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